Am letzten Juli Wochenende konnten die Sportler der Baden 8 Medaillen bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften gewinnen - wir gratulieren herzlich:…
Rheinmarathon: Größte Langstrecken-Regatta auf dem Rhein
Seit 55 Jahren findet am ersten Samstag im Oktober der RheinMarathon statt: 42,8 km vom RTHC Bayer Leverkusen zum Steg des Ruderclubs Germania Düsseldorf (RCGD). Die MRG Baden beteiligte sich zum ersten Mal und gleich mit zwei Booten – und Düsseldorfer Steuermännern, die den Rhein mit all seinen Herausforderungen kennen und auch auf dem Marathon schon vielfach starteten. Ein beeindruckendes Bild boten die 170 Gigs auf der Wiese am Samstagmorgen: Dicht an dicht und mit kunstvollen Eigenkonstruktionen versehen: Wer sich auskennt prept sein Boot mit Wellenbrechern und Seitenverkleidungen (viele Fotos hier). Geordnet wird Boot nach Boot aufgerufen und man startet im 90-Sekunden-Takt. Jeder hilft jedem.
Im Boot mit der Nummer 65 ruderten Florian Kärcher, Konstantin Nebel, Markus Reichert, Martin Walz und der von dem WSVD Düsseldorf ausgeliehene Steuermann Bernd Friebel. Als Männer-Gig-Doppel-Vierer mit und einem Durchschnittsalter von 53 starteten sie Im Rennen 11 für 50+. Bernd konnte seine Stärken nur zum Teil ausspielen: 2025 konnte er noch bei Sturmböen fahren, wo die ersten Boote schon beim Start vollschlugen. Dieses Jahr fuhr er dafür die Ideallinie und die Mannschaft erreichte das Ziel in 2:46,41.
Im Rennen 19 starteten mit der Startnummer 119 Maren Schulte-Bockholt, Lara Trappe, Albert Sugiharto und Thomas Strehle. Ihr Steuermann Detlev Sewczyk ist Mitglied im Düsseldorfer Ruderverein und gerade mal 88 Jahre alt. Diese Jahre flossen nicht in das Durchschnittsalter von 38 für das Rennen im Mixed-Gig-Doppel-Vierer mit. Dafür bekam Detlev bei der gesonderten Siegerehrung für Wiederholungstäter ein T-Shirt für seine 35. Teilnahme. Gross war der Schrecken, als sich mitten im Rennen die Sitzfläche von Maren von dem Schlitten mit seinen Rollen löste. Da ist es gut, wenn man 88 Jahre Lebenserfahrung an Bord hat: Detlev reparierte den Schaden, ohne mit der Wimper zu zucken innerhalb von 6 Minuten. Trotz dieser Reparatur erreichte die Mannschaft das Ziel in 2:57,31.
Gute Ergebnisse in dem Feld der internationalen Teilnehmer aus Belgiern, Briten, Holländern, Iren, Schotten, Schweden und Türken (Originalstimmen veröffentlichte ddorf-aktuell). Anders als bei anderen Rennen ist bei einer Langstrecken-Regatta eine Leistung über einen langen Zeitraum zu erbringen. War Vater Rhein in diesem Jahr auch nicht so spektakulär wie sonst, so gab es doch spannende Kämpfe in Form von Überholmanövern. Unsere Teams waren sehr zufrieden mit ihrem Wettkampf: Es war superanstrengend und ein großer Spaß.
Der Support beim Anlegen war noch größer als der beim Ablegen: Die Ruderer schleppten sich mit letzter Kraft und Schwielen an Händen und Hintern an Land. Unzählige Helfer holten eingespielt die Boote über eine Rolle raus.
Super und besonders zu erwähnen ist auch noch unser lokaler Zusammenhalt: Boot Nr. 65 war die „Citia“ von der Amicitia (Danke Tobi) und Boot Nr. 119, die „Südzucker Susi“ sowie der Hänger waren vom Ludwigshafener Ruderverein (Danke Christian) ausgeliehen. In unserem Revier hatte leider außerdem jemand das Wasser abgelassen 🙁 und so durften unsere Sportler zum Training im Vorfeld von den Bootshäusern der Amicitia und der MRG Rheinau (Danke Detlef) starten.
Gerne sind wir im nächsten Jahr – mit mehr Booten – wieder dabei. Rudern macht Spaß.








